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18.06.2019
IG Metall: Die Automobilindustrie im Juni 2019

Plus 1,7 Prozent Neuzulassungen von Januar bis Mai – 7,2 Prozent der 1,52 Millionen Neuzulassungen entfielen auf Hybridfahrzeuge (5,8) und Elektroantrieb (1,4)

Der deutsche Markt konnte sich in den ersten fünf Monaten 2019 behaupten, trotz eines widrigen Marktumfelds. Alle wichtigen Märkte verzeichneten von Januar bis April 2019 einen leichten Rückgang des Pkw-Absatzes: Die USA um -2 Prozent, die EU um -3 Prozent und China sogar um -15 Prozent.

Auch Russland (-1 Prozent), Indien (-6 Prozent) und Japan (-1 Prozent) schrumpften. Lediglich Brasilien wuchs um 9 Prozent, bei einem allerdings überschaubaren Marktvolumen von rund 800.000 Kraftfahrzeugen. Stärker ins Gewicht fielen demgegenüber die Rückgänge in den USA (Absatz: 5,3 Millionen Pkw), EU (5,5 Millionen Pkw) und China (6,7 Millionen Pkw).

Die internationalen Märkte haben für die deutsche Automobilindustrie eine enorme Bedeutung. Von Januar bis April 2019 wuchs die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller um 3,7 Prozent auf den neuen Rekordwert von 11,2 Millionen Pkw. Zugleich stürzte die Inlandsproduktion um 9,3 Prozent auf nur noch 5,1 Millionen Pkw ab – den niedrigsten Wert seit zehn Jahren.

Die Beschäftigungszahlen in der deutschen Autoindustrie bleiben stabil auf dem aktuellen Höchstwert von 834.000. Ohne die Auslandsmärkte wäre dies undenkbar. Gerade Deutschland profitiert von offenen Märkten und dem internationalen Handel. Ob dies in Zeiten von Zollkriegen der USA und angesichts des bevorstehenden "Brexit" auch so bleibt, ist abzuwarten.

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