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24.02.2021
IG Metall: Angleichung im Osten jetzt!

In der aktuellen Tarifrunde 2021 der Metall- und Elektroindustrie soll es auch um die Angleichung der Stundenentgelte in den fünf neuen Bundesländern an diejenigen im Westen gehen

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Mehr als dreißig Jahre nach der deutschen Einheit gelten in den ostdeutschen Tarifgebieten immer noch eine 3 Stunden längere Arbeitszeit und damit niedrigere Stundenentgelte als im Westen. Die IG Metall will die Angleichung der Arbeitsbedingungen jetzt angehen.

1. In den westdeutschen Tarifgebieten gilt die 35-Stundenwoche. In den ostdeutschen Tarifgebieten müssen die Beschäftigten 3 Stunden länger in der Woche arbeiten. Das sind im Jahr ca. 140 Stunden oder fast 4 Wochen mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie.

2. Zwar sind die Monats- und Jahresentgelte in der Metall- und Elektroindustrie im Osten und Westen vergleichbar. So gelten z. B. in den Tarifgebieten Hessen und Sachsen identische Entgelttabellen. Die Stundengrundentgelte sind aber in Sachsen aufgrund der längeren Arbeitszeit deutlich niedriger.

3. So bekommen Facharbeiterinnen und Facharbeiter für die gleiche Arbeit, unter gleichen Bedingungen, in der gleichen Branche in Hessen ein Stundengrundentgelt in Höhe von 18,89€ und in Sachsen nur 17,40 € bezahlt. Das sind 1,49 € bzw. mehr als 8 Prozent weniger. Das ist ungerecht.

www.igmetall.de
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