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03.03.2021
Gesamt- und Konzernbetriebsrat: Aktionstag in den Medien + SPACE-Gespräche in Hirschaid und Gunzenhausen

Im neuen GKBR-Infoblatt Nr. 07/2021 informieren wir über die Presseberichterstattung zu unserem Aktionstag gegen SPACE und über die SPACE-Gespräche in Hirschaid und Gunzenhausen

zum Download:
07_Infoblatt_kompakt_GKBR_2021

Schaeffler-Aktionstag in den Medien

SPACE: Keine Standortschließungen, keine betriebsbedingten Kündigungen!

 

Hirschaid fordert Perspektiven ein

Der Betriebsrat kämpft für zukunftssichere Neuausrichtung des Standorts

Im Rahmen des Programms „SPACE“ sollen auch in Hirschaid Arbeitsplätze verloren gehen, nämlich 93. Der Schaeffler-Standort Hirschaid ist ein Automotive-Werk und hängt in hohem Maße vom Verbrennungsmotor ab. Markus Zirkel, Betriebsratsvorsitzender in Hirschaid, sieht dies kritisch.

„Die Sicherheit unserer Arbeitsplätze am Standort steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Trotz aller notwendigen Maßnahmen zur Reorganisation muss es für jedes Beschäftigungsverhältnis eine sozialverträgliche Lösung geben.

Sicherlich muss es auch hin und wieder Anpassungen geben. Derzeit ist unser Standort zudem gut ausgelastet. Doch was komplett fehlt, ist eine längerfristige Perspektive. Was kommt nach dem Verbrennungsmotor in Hirschaid?

Schaeffler verlagert mit SPACE massiv Arbeitsplätze ins Ausland, um Geld zu sparen – und mehr in Zukunftsprodukte investieren zu können. Nur, welche Werke profitieren davon? Hat Hirschaid, hat der Standort Deutschland noch eine Zukunft? Wir kämpfen dafür!“
 

Gunzenhausen sieht „Spirale nach unten“

Der Betriebsrat setzt sich für neue Produkte und Arbeitsplätze am Standort ein

Die Abbaupläne „SPACE“ des Arbeitgebers vom 09.09.2020 sehen für Gunzenhausen den Abbau von 50 Beschäftigten vor. Am 30.10.2020 informierte das Management den Betriebsrat, dass zwei Produkte verlagert werden sollen.

Die Verlagerung betrifft den Innenring für Schlepphebel sowie Ringe für Lenkungslager. Der Betriebsrat war von diesen Überlegungen sehr überrascht und beauftragte das INFO-Institut mit einer kritischen Prüfung sowie mit einem Alternativkonzept, um Gunzenhausen zukunftsfähig aufzustellen.

Auf Nachfrage, warum keine Ersatzprodukte in Gunzenhausen platziert werden sollen, ist die sinngemäße Antwort des Arbeitgebers, dass sich dies nicht in den Überlegungen des Vorstandes zur Footprintanalyse widerspiegeln würde.

Andreas Schmid, der Betriebsratsvorsitzende in Gunzenhausen, macht deutlich: „Der Betriebsrat ist nur dann bereit, mit dem Arbeitgeber einen Interessenausgleich abzuschließen, wenn innovative und zukunftsfähige Produkte in Gunzenhausen angesiedelt werden. Wir werden eine weitere Spirale nach unten beim Produktionsvolumen an unserem Standort nicht einfach kampf- und widerstandslos hinnehmen!“

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