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24.03.2021
Schweinfurt: Maßnahmenprogramm SPACE – Interessenausgleich "Prototypenbau Radmodule"

Der Betriebsrat von Schaeffler Schweinfurt informiert in seinem aktuellen Rundbrief Nr. 8 vom 23.03.2021 über den Gesprächsstand zum Interessenausgleich Sondermaschinenbau

zum Download:
BR_Schweinfurt_SPACE-Prototype

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach vielen Gesprächen, die sich teilweise schwierig gestalteten, ist es der Verhandlungsgruppe Betriebsrat Schweinfurt gemeinsam mit den Sachverständigen der Rechtsanwaltskanzlei Schwegler und dem INFO-Institut gelungen, einen Interessenausgleich (IA) mit dem Schaeffler-Management abzuschließen.  

Einige Inhalte aus dem IA sehen wie folgt aus:

Am Standort Schweinfurt führt die stark rückläufige Entwicklung der Ablieferleistung im Prototypenbau der Radmodule sowie Faktoren wie geringere Margen und zu lange Lieferzeiten zu der Entscheidung, den Prototypenbau der Radmodule in Schweinfurt auslaufen zu lassen und Standardprozesse nach China zu verlagern. Es ist beabsichtigt, die Kernkompetenz zum Wälznietprozess in Schweinfurt zu erhalten.

3. Durchführung der Betriebsänderung

3.1 In Umsetzung der unternehmerischen Entscheidung nach Ziffer 2 erfolgt eine Verlagerung des Prototypenbaus der Radmodule am Standort in Schweinfurt im Zeitraum vom 01.03.2021 bis spätestens zum 31.12.2021 sowie ein Auslaufen der Prototypenerstellung der Radmodule.

Der genaue Verlagerungsplan ergibt sich detailgenau aus den beigefügten Anlagen 1 und 2 und umfasst die Verlagerung folgender Maschinen im Zeitraum vom 01.03.2021 bis 31.12.2021:
•  1 Induktive Härteanlage EMA inkl. Anlassofen 
•  2 CNC-gesteuerte Schleifmaschinen 
•  2 Honmaschinen 
•  1 Montagemodul zum Befetten von den Lagern
•  1 Montagemodul zum Verbauen/Fügen von den Dichtungen
•  1 Drehmaschine MONFORTS zum Drehen vom Planschlag am Fertigteil

Die aufgeführten Verlagerungen entsprechen dabei zu 100 % einer reinen Maschinenverlagerung.

Durch die vorgenannten Maßnahmen entfallen zum Zeitpunkt der unternehmerischen Entscheidung insgesamt 29 Stellen:
•  6 Stellen in der Qualitätssicherung
•  12 Stellen in der Produktion
•  2 Stellen als Leiter und Teamleiter
•  8 Stellen als Spezialisten
•  1 Stelle in der Logistik

Es ist geplant, die Entwicklungskompetenz des Wälznietprozesses mit 7 Stellen zu belassen.

Fazit:
Für das vorgelegte Konzept des Arbeitgebers, den Prototypenbau Radmodule nach China zu verlagern und dort massiv in den externen Zukauf zu gehen, sehen der Betriebsrat und das INFO-Institut kein wirtschaftliches Gegenkonzept für den Standort Schweinfurt.
Unser Fokus in den Verhandlungen lag daher darauf, jedem der 29 betroffenen Mitarbeiter einen geeigneten Alternativ-Arbeitsplatz am Standort Schweinfurt anzubieten, was aktuell teilweise bereits in der Umsetzung ist.
In dem Verhandlungspaket Industrie liegt unser Fokus in den Verhandlungen auch darin, für die Zukunft neue Produkte mit Perspektiven für den Standort Schweinfurt zu vereinbaren.

Euer Betriebsrat

Jürgen Schenk         Petra Blumenau               Peter Ziegler 
BR-Vorsitzender      Stellv. BR-Vorsitzende      Stellv. BR-Vorsitzender

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